RASLyBoCa - Response of Arctic sea level and hydrography to hydrological regime change over boreal catchments

Durch den hohen Einflusses von einfließendem Frischwasser in den Arktischen Ozean auf die regionale Dynamik und Meeresspiegeländerung, ist die Überwachung dieser Variationen von großer Bedeutung. Daher ist das Ziel des RASLyBoCa Projektes dies mit einer Anzahl verschiedenster Methoden wie In-Situ – Messungen, Satellitenaltimetrie und Satelliten Gravimetrie (GRACE) durchzuführen.

Das RASLyBoCa Projekt ist eines von 20 Projekten des Priority Programm (SPP-1889) ‚ Regional Sea Level Change and Society (SealLevel)‘, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG gegründet wurde. Das SeLevel Programm hat zum Ziel, die Veränderungen der regionalen Meeresspiegeländerungen zu verstehen, sowie dessen gesellschaftlichen Einfluss zu untersuchen.[1]

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Alfred Wegener Institut (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar und Meeresforschung mit dem Geodätischen Institut Stuttgart (GIS) und hat die folgenden Ziele:

  • Verbesserung der Datenbank von hydrologischen Parametern über borealen Einflussgebieten unter Verwendung von weltraumgestützen geodätischen Methoden (z.B. Satellitenaltimetrie und Satellitengravimetrie)
  • Sensitivitätsanalyse des Eis-Ozean Modells bezüglich der Änderungen im einfließenden Frischwasser (Inklusive des Abflusses)
  • Stochastische Charakterisierung der Zeitreihen der Ausflussmengen bezüglich Trend, Schwankungen und Extremereignissen
  • Vergleich der Modellergebnisse in Beziehung mit den Änderungen des kontinentalen Abflusses mit beobachteten Veränderungen von flüssigem Frischwasser (und resultierenden sterischen Höhenänderungen) im Arktischen Ozean und dem Nordatlantik seit 1990.

Neben der oft genutzten Satellitenaltimetrie, ermöglichen In-Situ Messungen (z.B. GRDC) und hydrologische Modelle sowie die Satelliten Gravimetrie neue Möglichkeiten die Hydrologie von großen Einflussgebieten zu Überwachen.  Dabei wird die Masse des gespeicherten Wassers in den Einflussgebieten gemessen. Die Änderungen der gespeicherten Masse kann in Ausflussmenge umgerechnet werden, wobei verschiedene Methoden wie z.B. Hydro(meteoro)logische Balance oder Abfluss-Speicher Zusammenhänge verwendet werden. Dies ist ein Ansatz, der im Rahmen des Projektes neben der konventionellen Satellitenaltimetrie angewendet wird.

 

[1] https://www.spp-sealevel.de/index.php?id=3130

Dennis Mattes
M.Sc.

Dennis Mattes

Doktorand

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