Karten der TWSC in Form der äquivalenten Wasserhöhe (EWH) in Einheiten von []mm über dem Amazonas Einzugsgebiet zu verschiedenen Zeitpunkten. Die erste Reihe enthält JPL-3°-Maskon-Produkte, die zweite Reihe enthält das herunterskalierte Produkt, das von JPL-Maskonen abgeleitet wurde, und die letzte Reihe enthält das WGHM-Modell.

31. März 2021 / Nico Sneeuw

Downscaling of GRACE total water storage change

Das Geodätische Institut hat in 'Nature - Scientific Data' eine Studie veröffentlicht, die der Frage nachgeht, wie man grob aufgelöste (ca. 300 km) GRACE Wasserspeicheränderungen auf kleinere räumliche Skalen (ca. 50 km) verfügbar macht.
[Bild: Springer Nature]

Die Satellitenmission Gravity Recovery And Climate Experiment (GRACE) und ihre Nachfolgemission GRACE-FO registrieren zeitliche Variationen im Schwerefeld der Erde, die dann in Total Water Storage Change (TWSC)-Felder umgerechnet werden. Diese Felder repräsentieren Veränderungen in den festen oder flüssigen Wassermassen, die auf den Kontinenten gespeichert sind. Der große Vorteil dieser Messgröße ist die Tatsache, dass sie eine hydrologische Analyse auf kontinentaler Skala ermöglicht. Der Nachteil ist jedoch die schlechte räumliche Auflösung von etwa 300 km.

 

In dieser Publikation haben die Autoren das grobe, von GRACE abgeleitete TWSC-Feld erfolgreich mit anderen hydrologischen Daten auf einem 0.5° × 0.5°-Gitter kompatibel gemacht. Ihr sogenannter Downscaling-Ansatz ist statistischer Natur und nutzt die Methodik der partiellen kleinsten-Quadrate-Regression, um TWSC auf der 0.5°-Gitterskala (ca. 50 km) zu erzeugen. Die Methode nutzt dominante gemeinsame statistische Modi zwischen allen hydrologischen Datensätzen aus, um die räumliche Auflösung von GRACE zu verbessern.

DownscaledGRACESpringer Nature / B.D. Vishwakarma / Ausschnitt aus Abbildung 5 (CC BY 4.0)

 

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